Stellungnahme der CDU-Fraktion zum Neubaugebiet

In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates am 17.11.2016 wurde darüber abgestimmt, welches der beiden Modelle für die Weiterentwicklung der Planungsüberlegung zum Neubaugebiet „Brunnacker“ zu Grunde gelegt werden sollte. Die Architekturbüros hotz+architekten sowie Böwer-Eith-Murken-Vogelsang hatten jeweils unterschiedliche Planungsvorstellungen präsentiert. In der Sitzung des technischen Ausschusses hatten die Vertreter beider Architekturbüros ihre Entwürfe präsentiert und erläutert. Die Gemeinde Merzhausen hatte den Architekten Prof. Götz Wilhelm und den Stadtplaner Stefan Läufer als externe Berater beigezogen.

Nach intensiver Beratung mit Bürgern der Gemeinde, hatte die CDU- Fraktion sich klar für den Vorschlag hotz+architekten ausgesprochen. Das Büro hotz+architekten hatte unser FORUM geplant und war von der CDU-Fraktion auch für den „Brunnacker“ vorgeschlagen worden. Der Gemeinderat hatte bei seiner Sitzung im Juli 2016 die Architekturbüros mit zwei konkreten Bewerbungsvorentwürfen beauftragt und klare Vorgaben gemacht über die mit der Planung zu verfolgenden Ziele, wie beispielsweise eine hohe städtebauliche Qualität und flächensparende Entwicklung sowie ein harmonisches Einfügen in Landschaft und Ortsbild. Entsprechend den Rückmeldungen der Bauinteressierten waren möglichst ein eigener Gartenanteil sowie eine kleinteilige Bebauung gewünscht.

Im Pflichtenheft war zudem gefordert, dass die Einheiten ein möglichst hohes Flexibilitätspotential haben sollten. Dies bezieht sich zum einen auf die generelle Frage der Größe aber auch die Möglichkeit, später die Einheiten neu aufzuteilen bzw. abteilen zu können, wenn beispielsweise auf Grund familiärer Entwicklungen keine größere Wohnung mehr nötig wird, stattdessen eine Einliegerwohnung.

Auch eine Tiefgarage war verlangt.

Diese Vorgaben waren nach der Auffassung der CDU Fraktion im Entwurf hotz+architekten eindeutig besser und konsequenter erfüllt worden, als im Alternativentwurf. Dieser Meinung waren übrigens auch die Architekten Prof. Wilhelm und Läufer.

Der Entwurf hotz+architekten bietet nach unserer Auffassung die beste Gewähr, ein die Vorgaben erfüllendes Baugebiet zu verwirklichen. Die gewählte Satteldachform und der Umstand, dass alle Einheiten optimal angeordnet und sonnen-optimiert platziert wurden, überzeugte die Mitglieder der CDU Fraktion.

Umso erfreulicher war dann das Ergebnis der Abstimmung im Gemeinderat, wo dem Vorschlag hotz+architekten der Vorzug gegeben, obwohl seitens anderer Fraktionen zuvor teilweise Kritik geäußert wurde.

Die CDU-Fraktion erteilt der Überlegung, die von den Grünen geäußert wurde, die Anzahl der Stellplätze drastisch zu reduzieren auf nur ein Fahrzeug pro Einheit eine klare Absage. Dieser Vorschlag geht völlig an der Lebensrealität vorbei. Das Beispiel Vauban zeigt, dass das dort angestrebte autofreie Quartier in diesem Punkt nachhaltig gescheitert ist. Die Einwohnerinnen und Einwohner Merzhausens, besonders im nördlichen Teil, leiden tagtäglich unter der Belastung durch „Fremdparker“ aus dem Vauban, die ihre Fahrzeuge einfach auf dem Gebiet Merzhausen abstellen.

Der Vorschlag hotz+architekten hingegen trägt in Bezug auf die Tiefgarage auch der geforderten Flexibilität besonders Rechnung. Wenn mehrere Einheiten abgetrennt werden, steht immer noch eine bestimmte Anzahl von baurechtlich notwendigen Parkplätzen zur Verfügung. Der Alternativvorschlag Böwer-Eith-Murken-Vogelsang, der offensichtlich von den Grünen partiell  präferiert wurde, weist hier große Defizite auf. Er war insoweit „auf Kante genäht“ und hätte keine Option offen gelassen bei einer gewünschten Flexibilisierung durch Aufteilung der Einheiten. Auch die durch das Pultdach bedingte dreigeschossige Fassade mit über 10 m Höhe überzeugte nicht.

Richtigerweise wurde deswegen auch das Büro hotz+architekten mit einer weiteren Ausarbeitung und Verfeinerung des Planungsvorschlags beauftragt. Wir dürfen gespannt sein auf das Ergebnis.

Ekkehard Mayer